Texte

Das gelungene Leben

“Es gibt Tage im Spätfrühling, die muss man rechtzeitig am Schopf packen. Man braucht für sie einen lückenlosen Plan, dem man von der ersten Minuten an ohne Zögern folgen muss. Verpasst man den Moment des Aufbruchs, steht man geblendet von der kalten, heißen Sonne zu dünn oder viel zu warm gekleidet da wie an einem Provinzbahnhof, an dem heute kein Zug mehr halten wird. Es herrscht an diesen Tagen ein Licht, das die Schatten noch dunkler macht.”

Die Erzählung “Das gelungene Leben” wird gerade geschrieben und ist noch nicht veröffentlicht.

Hochsommer

HOCHSOMMER erzählt von einem Wochenende mit Freunden im Salzkammergut. Die Erzählung ist im Heft Nr. 17 (bzw.) der Starnberger Hefte erschienen.

“Wir wollten baden und waren mit dem Auto bis zu einer kleinen Anhöhe gefahren, von der aus man zu Fuß noch eine gute halbe Stunde bis zum See ging. Der Weg führte an ein paar Bauernhäusern vorbei über eine Wiese, auf der eine große Linde stand, unter der niemand geringeres als Hugo von Hofmannsthal einst gesessen und gedichtet haben soll. Und just unter dieser Linde wies unser Schweizer Gast uns plötzlich darauf hin, dass Hochsommer sei. Er habe diese Jahreszeit bisher immer verpasst bzw. sei ihm immer erst hinterher aufgefallen, dass sie wohl stattgefunden haben musste. Auf unserem kleinen Ausflug aber war er sich ihrer voll bewusst geworden. Er hatte den Hochsommer sozusagen erwischt, hielt ihn vor unseren Augen verbal am Schopf gepackt. Wir sahen uns schulterzuckend um, niemand hatte etwas dagegen einzuwenden. Auch das Summen der Insekten bestätigte ihn. Das war also der Hochsommer.”

Versuch mit F

“Ich liege auf dem Bett und versuche, mich zu erinnern. Wie es aussah, wie es sich angefühlt hat. Da war diese Straße, eng, die Mauer an der Seite hoch, aus den Häusern Geräusche, fast zu jeder Tageszeit. Die Straßenlaterne, deren orangenes Licht durch die Videokamera immer rot aussah. Da waren die Leute, die ich eigentlich fast nie gesehen habe. Und da war ich, die ich für die anderen immer fremd gewesen bin.”

Versuch mit F spielt im Berlin der Nullerjahre und in den österreichischen Bergen. Erzählt wird eine komplizierte Liebesgeschichte. Sie wurde in der österreichischen Literaturzeitschrift Kolik (Heft 63) veröffentlicht. Man kann sie für 12€ hier bestellen.

Die Liebhaber

“Das schönste an den Amateuren ist ihr Name: Liebhaber.
Das klingt ganz mühelos und unverbindlich, frei. “

Das Essay ist im Heft 3 (Zwischen) der Starnberger Hefte erschienen.

Studioräume

Ein Essay über Postproduktion, Glenn Gould und Yehudi Menuhin, Studioräume und die unfreiwillige Rettung von Bergsteigern. Veröffentlicht im Katalog der Duisburger Filmwoche 2012.